Mit Westernspektakel hohe Attraktivität bewiesen

Gewerbegebiet Gießen-West lud zu zweitägigem Event mit Country-Musik, Kutschfahrten, Goldwaschen und mehr ein

Wer bisher dachte, dass man die einzigartige Atmosphäre des »Wilden Westens« nur in Amerika schnuppern kann, der wurde jetzt in Gießen eines Besseren belehrt. Mitten im Gewerbegebiet West fand das zweitägige Spektakel »Go West« statt – mit typischen »Western«- Aktivitäten wie Kutschfahrten, Bullenreiten, Goldwaschen, Bierkrugschieben, Lassoschwingen oder Hufeisenwerfen.

Organisator der beiden »Go-West«-Tage war der vor kurzem neu gegründete Gewerbeverein Gießen-West unter Vorsitz von Michael Kosmider (Wohnmaxx), der damit auf die Attraktivität des Einkaufsgebiets mit seinen insgesamt 45 Geschäften zwischen Gießen und Heuchelheim hinweisen wollte. »Wir haben uns etwas ganz Neues für unser Gewerbegebiet ausgedacht. In den Vorjahren haben wir besondere Aktionen schon in kleinerer Form in Angriff genommen, doch wir haben gemerkt, so richtig gut geht es nur gemeinsam «, sagte Kosmider bei der Eröffnung der »Go- West«-Tage. In der Tat konnte sich das Spektakel sehen lassen. Der hohe organisatorische Aufwand hatte sich gelohnt – den Besuchern wurde einiges geboten, auch wenn die Veranstaltung insgesamt sicher noch bessere Besucherzahlen verdient gehabt hätte.

Mehrere Bands (»Papa Legba’s Blueslounge«, »Root 60«, »Sacred Sounds of Grass« und die »Royal Oldies«) spielten Country-Musik,aufgemotzte US-Auto-Schlitten, schwere Harley-Motorräder oder Squaredance-Tänzer sorgten außerdem für Stimmung. Auch die legendäre »Route 66«, die den US-amerikanischen Osten (Chicago) mit der Westküste (Los Angeles) verbindet, sowie typische US-Sportarten wie American Football, Streetball oder Basketball standen bei dem Fest im Mittelpunkt. An zahlreichen Verpflegungsständen gab es Spezialitäten vom Barbecue-Grill, mehrere Verkaufsstände boten typisch amerikanische Produkte an, Fahrzeugveredeler zeigten Kunst auf Motorradtanks oder Chrom-Abdeckungen für Ersatzreifen.

Haupt- Eventmeile war die Robert-Bosch-Straße, wo sich auch eine große Bühne befand. Aber auch in oder vor den meisten Geschäften gab es viel »Go West«-Aktionen zu erleben. Gießen Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Landrätin Anita Schneider hatten am Freitagnachmittag den Fassbieranstich vorgenommen; das Fest dauerte dann bis zum Samstagabend um 22 Uhr.

(Quelle: jri, Giessener Allgemeine vom 01.06.2010)